Kunst und Kultur

Aktuelles | Projekte in Vorbereitung

Open Call: Kosmos Lem – Neue Bilder zu Neuen Welten

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Illustrationen * Zeichnungen * Grafiken* Malereien * Collagen * Fotografien * Texte

Open Call: Kosmos LEM – Neue Bilder zu Neuen Welten 

Künstlerische Arbeiten und Texte rund um Science Fiction Autor Stanisław Lem gesucht

Zum 100. Geburtstag des bekannten Science Fiction Autors Stanisław Lem sind künstlerische Arbeiten und Texte aller Art gesucht / 22 Werke werden für eine Ausstellung im öffentlichen Raum ausgewählt

»Wir wollen gar nicht den Kosmos erobern, wir wollen nur die Erde bis an seine Grenzen erweitern.« (aus Solaris, S. Lem 1961)

Stanisław Lem war polnischer Philosoph und ist einer der bekanntesten Science-Fiction-Autoren der Welt. Eine Ausstellung im öffentlichen Raum in Potsdam soll nun dem Großmeister der Zukunftsromane gedenken und seinen 100. Geburtstag im September 2021 feiern.

Zum Hintergrund:
Es könnte aus einem Werk Lems stammen: das Rechenzentrum Potsdam. Bereits in den frühen 1950er Jahren formulierte Lem die Idee, mehrere Hochleistungscomputer miteinander zu verbinden, um die Datenverarbeitungskapazität zu erhöhen.[1] Genau solche Rechner arbeiteten im dreiteiligen Ensemble Rechenzentrum. Als »Zentrum der Datenverarbeitung« wurde es im Rahmen der Digitalisierungspläne der DDR-Regierung von 1969 – 1971 erbaut[2].
Auch das denkmalgeschützte 60 Meter lange Glasmosaik Der Mensch bezwingt den Kosmos von Fritz Eisel an der Sockelfassade des Gebäudes knüpft an Lems Visionen an. Es symbolisiert den berechnenden Fortschritt, der im Inneren des neuen Gebäudes am Werke war: Das Mosaik verkündete von Computern und der Raumfahrt.[3]
Lems Werke wurden zahlreich verfilmt, am bekanntesten sind die Solaris-Verfilmungen von 1972 und 2002.

Zur Ausschreibung:
Per Open Call laden wir dazu ein, Arbeiten aller Art zu kreieren – Illustrationen, Zeichnungen, Grafiken, Malereien, Collagen, Fotografien und Texte – die sich inhaltlich in den Mosaiken von Fritz Eisel* spiegeln und sich auf Themen in Lems Werk beziehen wie:

• kognitive Grenzen der Kommunikation  (Solaris),
• erweiterte Realität (Summa Technologiae) oder
• Konfrontation von Mensch und Mechanismus sowie Entwicklung neuer Technologien (Piloten Pirx)

Eine Jury bestehend aus Vertreter:innen der Kunst- & Kulturszene in Potsdam wird bis zu 22 Werke auswählen. Diese werden auf großformatige Banner gedruckt und vom 10. September bis zum 09. Oktober 2021 am Rechenzentrum ausgestellt und im Frühjahr 2022 in der Galerie des Polnischen Instituts in Berlin präsentiert. Alle ausgewählten Künstler:innen erhalten ein Honorar von 240€.

Die Motive des Mosaiks können hier angesehen werden.

Teilnahmebedingungen:

• Eingereicht werden können: Illustrationen, Zeichnungen, Grafiken, Malereien, Collagen, Fotografien und Texte.
(Einreichung in digitaler Form. Bildliche Arbeiten: Hochformat, Seitenverhältnis 7:10, Auflösung ab 300 dpi, bei kleineren Ausgangsformaten ab 600 dpi / Literarischer Text: bis 1.750 Zeichen inkl. Leerzeichen, Gedicht dabei bis max. 30 Zeilen)
• Die Teilnahme ist für Künstler:innen aller Genres und Nationalitäten und auch als Gruppe möglich. Bis zu drei Arbeiten können eingereicht werden (neue Arbeiten oder bestehende Werke, die noch nicht präsentiert worden sind).
• Einreichung bis zum 20. August 2021
• Einsendungen (und Fragen) per Mail an: kosmos_lem@rz-potsdam.de

Team
Idee, Projektleitung | Anna Dejewska-Herzberg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Claudia Neubert
Grafikdesign | HELLOGRAPH Kollektiv

Projektträger | FÜR e. V. – Freundliche Übernahme Rechenzentrum
In Kooperation mit dem Polnischen Institut in Berlin

Kontakt
FÜR e. V. | Kunst- und Kreativhaus Rechenzentrum | Dortustr. 46, 14467 Potsdam
www.rz-potsdam.de
kosmos_lem@rz-potsdam.de

Förderer
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur
Landeshauptstadt Potsdam

Sternenmarkt – weihnachtliche Begegnung mit Polen | 3.12. – 5.12.2021

@ Angelique Preau

Der jährlich an einem Adventswochenende stattfindende Adventsmarkt gehört seit 2004 zu den etablierten Veranstaltungen im Potsdamer Weihnachtskalender. Es bietet eine Plattform für die gewachsenen Begegnungen mit der polnischen Kultur und Sprache sowie den Traditionen unseres Nachbarlandes. Die Verbindung von reichen und vielfältigen weihnachtlichen Bräuchen in Polen und  traditionellen Weihnachtsmärkten in Deutschland stellt die besondere Chance dar, auf direkte und interessante Weise eine deutsch-polnische Begegnung zu erreichen. Zum Fest gehören ein bunter Markt mit traditionellem und modernem Kunsthandwerk aus Polen und polnischen Speisen und Getränken sowie ein Kulturprogramm für Groß und Klein – das Sternenfest. In den vergangenen Jahren  wussten mehr als 15.000 Potsdamer und Gäste der Landeshauptstadt Brandenburgs das Besondere an den weihnachtlichen Begegnungen mit polnischer Tradition und Kultur auf dem Kutschstallhof in Potsdams historischer Mitte zu schätzen. …mehr

»Colours« | Hommage à Penderecki – Suche nach neuem Klang und Format

»Colours« ist das Ergebnis des deutsch-polnischen Projektes »Hommage à Penderecki – Suche nach neuem Klang und Format«. Im Rahmen des Open Calls penderecki@home hat der Verein Freundliche Übernahme Rechenzentrum aus Potsdam dazu eingeladen, das Stück Actions for Free Jazz Orchestra, das einzige Jazz-Werk von Krzysztof Penderecki, in Form freier Komposition zu erkunden und neu zu interpretieren. Mehr als sechzig Kompositionen aus Deutschland und Polen wurden eingesandt und überraschten mit einer einzigartigen musikalischen Vielfalt. Aus diesem Instrumentarium haben die Komponisten Joanna Waluszko und Nicolas Schulze eine Klangkomposition arrangiert, den Videoclip zu »Colours« erstellte Animationskünstlerin Yeni Harkányi. Viel Spaß beim Hören und Anschauen!

Team
Idee, Projektleitung: Anna Dejewska-Herzberg
Musikalische Leitung: Nicolas Schulze und Joanna Waluszko
Videoanimation: Yeni Harkányi
Grafikdesign: HELLOGRAPH

Projektträger: FÜR e. V. – Freundliche Übernahme Rechenzentrum

Kontakt
jazzaction@rz-potsdam.de

Förderer

Gefördert mit Mitteln des Landes Brandenburg

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Hommage à Penderecki – Suche nach neuem Klang und Format

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Spielt mit! bei penderecki@home »Actions for Free Jazz Orchestra«

Kennst Du Penderecki*?
Das deutsch-polnische Projekt Hommage à Penderecki – Suche nach neuem Klang und Format würdigt den Dirigenten und Komponisten Krzysztof Penderecki sowie sein einziges Jazz-Werk »Actions for Free Jazz Orchestra« (Dauer: 16 Min.). Diese Komposition verfügt über keine Partitur, es gibt nur eine Live-Aufnahme, die 1971 während der Donaueschinger Musiktage aufgenommen wurde. »Actions« spielten damals Don Cherry – ein Verfechter von Musik, die auf klanglicher Freiheit basiert – und The New Eternal Rhythm Orchestra. Für den Tonverlauf des Werkes hat Penderecki jedoch teilweise Skizzen (Actions) verfasst.

Hier geht’s zur Originalaufnahme des Werks aus dem Jahr 1971.

Das Musikprojekt Hommage à Penderecki richtet sich an alle, die ein Instrument spielen, die singen, improvisieren, sampeln, komponieren oder Sounds veredeln – und ist offen für alle Altersstufen sowie Lernlevels. Ambitionierte Anfänger:innen sind genauso willkommen wie Semiprofis im Amateurbereich.

Bei penderecki@home spielt jede:r Teilnehmer:in eine eigene Interpretation von ausgewählten Passagen oder musikalischen Motiven des Werks »Actions for Free Jazz Orchestra« von Krzysztof Penderecki ein.
Diese frei gestalteten Improvisationen oder Kompositionen sollen eine Länge von maximal fünf Minuten haben und in Form einer Aufnahme zu uns gesendet werden.
Wir gespannt auf alle experimentellen Ergebnisse!

Aus allen Einsendungen wird ein Jazz-Werk gemixt und als Vinyl herausgegeben. Die audiovisuelle Premiere findet mit einer anschließenden Open-Air-Jamsession im öffentlichen Raum in Potsdam und gleichzeitig auf YouTube statt.

Wer mitmachen möchte, schickt uns bis zum 30. Mai 2021 die Aufnahme als AIFF- oder WAVE-Datei via WeTransfer an: jazzaction@rz-potsdam.de.

Unter allen Teilnehmer:innen verlosen wir 100 exklusive penderecki@home-Vinyls.

*Krzysztof Penderecki (* 23. November 1933 in Dębica; † 29. März 2020 in Krakau) war Dirigent, Komponist und Pädagoge. Er versuchte durch seine Arbeit, Polen und Deutsche einander näher zu bringen. Seit der Aufführung der »Lucas Passion« im münsterschen St.-Paulus-Dom im Jahr 1966 stellt seine Musik einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Verständnis zwischen den Nationen dar. In seinen Werken findet sich eine kreative Synthese aus Tradition und Avantgarde.

Team
Idee, Projektleitung: Anna Dejewska-Herzberg
Musikalische Leitung: Nicolas Schulze und Joanna Waluszko
Videoanimation: Yeni Harkányi
Grafikdesign: HELLOGRAPH

Projektträger: FÜR e. V. – Freundliche Übernahme Rechenzentrum

Kontakt
jazzaction@rz-potsdam.de

Förderer

Gefördert mit Mitteln des Landes Brandenburg

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30 Jahre – 30 Paare | Gemischtes Doppel

Ausstellung im öffentlichen Raum mit Foto-Porträts von Brandenburger Ost-West-Paaren 30 Jahre nach der (Wieder-) Vereinigung. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Wiedergründung des Landes Brandenburg.

Ort: Am Marstall (Filmmuseum) in Potsdam
5. September bis 4. Oktober 2020

Mit der Grenzöffnung im November 1989 erfolgte der Auftakt für die ein Jahr später folgende Vereinigung der beiden deutschen Staaten BRD und DDR. Damit einher gingen umfangreiche »Wanderbewegungen« von Ost nach West und umgekehrt, aus denen sich natürlicherweise auch Vereinigungen auf privater Ebene ergaben – in Form von »gemischten« Paaren. 30 Jahre nach der Wiedervereinigung machte sich ein paritätisch besetztes Ost-West-Team aus dem Potsdamer Kunst- und Kreativhaus Rechenzentrum im Land Brandenburg auf die Suche nach solchen »Gemischten Doppeln«. Fotografisch und in Interviews gingen die Künstler der Frage nach, ob und wie sich die unterschiedlich geprägte Herkunft nach so langer Zeit in den Beziehungen noch bemerkbar macht und welche Relevanz sie für Partnerschaft, Alltag und Umgebung besitzt. Sind derartige Unterschiede im Jahr 2020 überhaupt noch erkennbar? Welche Gemeinsamkeiten gibt es? Welche Rolle spielen systembedingte Prägungen in Ansichten, Verhalten und Wertvorstellungen heute? Stoßen sie Transformationsprozesse an? Erweisen sich Ost-West-Paare als Hoffnungsträger des Zusammenwachsens?
Aus einer Vielzahl von Paaren entschied sich das Team für 30 – davon 11 aus Potsdam und 19 aus ausgewähhlten Landkreisen Brandenburgs. Einzige Voraussetzung für die Teilnahme am Projekt war die Herkunft der Partner aus jeweils unterschiedlichen deutschen Staaten.

Innerhalb von zwei Monaten porträtierten die Fotograf*innen Michael Lüder und Natascha Zivadinovic die Ost-West-Paare in ihrer individuellen Umgebung. Aus über tausend Fotos wählten die Kuratorinnen Verena Postweiler und Anna Dejewska-Herzberg 30 Porträts für die Ausstellung aus. Begleitend beschrieben die Paare in exklusiv für das Projekt erstellten Fragebögen ihre Erfahrungen zur Ost-West-Thematik. Aus diesen entnahm die Autorin Christine Anlauff markante Zitate für die Fototafeln. 

Projektträger: FÜR e. V.

Idee und Konzept: Verena Postweiler, Anna Dejewska-Herzberg und Christine Anlauff
Projektleitung: Anna Dejewska-Herzberg und Verena Postweiler
Fotograf*innen: Michael Lüder und Natascha Zivadinovic
Kommunikationsdesign: Verena Postweiler (Büro 311)
Texte und Interviews: Christine Anlauff

Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung und die ProPotsdam.

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung SPI und Landeshauptstadt Potsdam.

Für Fragen, Informationen, Anregungen wendet Euch an Anna Dejewska-Herzberg oder Verena Postweiler: E-Mail: 30jahre@rz-potsdam.de

Druckfrisch: die Broschüren sind da!

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Die Broschüren mit Interviews und Fotos aus dem Kunstprojekt Raum für Gedanken | Deutsch-polnische Nachbarschaft beiderseits der Oder und Neiße sind geliefert worden und können ab sofort per E-Mail (info@de-pl-agentur.de) gegen Portogebühr bestellt werden.

Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden und Förderern, insbesondere bei der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und der Staatskanzlei des Landes Brandenburg, und wünschen viel Spaß beim Lesen!

RAUM FÜR GEDANKEN | Deutsch-polnische Nachbarschaft beiderseits der Oder und Neiße
Im Vorfeld des 30jährigen Jubiläums des Landes Brandenburg | August–Oktober 2019

@ Ollroge

Interviews und Präsentationen in Küstrin/Kostrzyn, Guben/Gubin und Gartz/Gryfino

Die sogenannte Freundschaftsgrenze zwischen der DDR und Polen war lange Zeit streng gesichert und der private Reiseverkehr begrenzt. Am 14. November 1990, fünf Wochen nach der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990, wurde in Warschau der deutsch-polnische Grenzvertrag unterzeichnet und damit die Oder-Neiße-Linie zur anerkannten völkerrechtlichen Grenze. Schon vor dem Fall der Mauer sind sich Ostdeutsche und Polen zwischen 1972 bis 1980 näher gekommen. Nach dem Ende der europäischen Teilung knüpfte man an dieses erste Wunder an.
Seit Anfang der 90er Jahre wächst langsam und ganz bedacht die Grenzregion an der Oder und Neiße mehr und mehr zusammen. In der näheren Vergangenheit entwickelten die Zivilgesellschaften beiderseits der Oder und Neiße eine Fähigkeit, gemeinsam zu handeln und gemeinsame Regeln aufzustellen – und zwar ohne Erwartung, dass alle trennenden Unterschiede verschwinden. Die stärkenden Prozesse im Oder- und Neiße-Raum fanden trotz der gesellschaftlichen Probleme der Nachwendezeit und trotz Abwanderung und Rechtsextremismus statt.

Ein »Gedankenmobil«* lädt Bewohner*innen beiderseits Oder und Neiße zum Gedankenaustausch und Gespräch ein. Das »Gedankenmobil« macht an mehreren Tagen Station im öffentlichen Raum des brandenburgischen Grenzgebietes und anliegenden polnischen Orten der Woiwodschaft Lubuskie. Besucher*innen werden an einen gedeckten Tisch eingeladen und zu Gesprächen über die deutsch-polnische bzw. brandenburgisch-polnische Nachbarschaft befragt. Die entstehenden anonymen Interviews werden mitgezeichnet (deutsch/polnisch). Außerdem entstehen fotografische Porträts der Orte und der dort lebenden Menschen, die in einer Ausstellung und Begleitpublikation veröffentlicht werden.
Ziel ist es, durch eine öffentliche Befragung, künstlerische Intervention sowie Ausstellung mit Austauschmöglichkeit und Publikation insgesamt mindestens 30.000 Bürger*innen und lokale Akteure zu erreichen, um die demokratische Entwicklung in Brandenburg und polnischen Grenzwoiwodschaft und Wahrnehmung der deutsch-polnischen Nachbarschaft zu stärken.

Mithilfe bewährter künstlerischer Methoden werden in der Grenzregion Impulse gesetzt, um einer breiten Bevölkerung Teilhabe zu ermöglichen und Wertschätzung entgegenzubringen.
Das Projekt hinterfragt Sehgewohnheiten und Wahrnehmungen: Einzelnen Alltagsbeschreibungen wird eine Bedeutung zugeschrieben und dadurch der gewöhnliche Blick erweitert. Somit wird eine Brücke zwischen Bürgerschaft und Verantwortungsträgern, Kommunen und Lokalpolitik auf beiden Seiten der Oder und Neiße gebaut, die Anknüpfungspunkte für konstruktive Lösungswege enthalten können, um nachbarschaftliches Zusammenleben zu stärken.

* Der Projektzyklus »Raum für Gedanken« wurde 2014 von der Fotokünstlerin Kathrin Ollroge ins Leben gerufen und reist seitdem vorwiegend durch Ostdeutschland, um Gedanken zum Zusammenleben anhand von individuellen Lebensentwürfen und Alltagssituationen zu sammeln.
Im Jahre 2018 fand das Projekt erstmals auf beiden Seiten der deutsch-polnischen Grenze in Frankfurt-Oder und Slubice statt (gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa sowie von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit). Die deutsch-polnische Edition des Projektes wird von Kathrin Ollroge in Zusammenarbeit mit der Historikerin  Anna Dejewska durchgeführt, um grenzüberschreitend die polnische Nachbarschaft und das Befinden der Bewohner an der Landesgrenze Polens zu erforschen.

Gefördert aus über die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit vergebenen Mitteln des Auswärtigen Amtes, im Rahmen des Förderprogramms »1939-1989-2019: (Ge)denkanstöße für die Zukunft« sowie mit Mitteln des Landes Brandenburg.
Projektträger: Fabrik Potsdam e. V. | Projektpartner auf der polnischen Seite: Poznańska Fundacja Artystyczna

SPACES OF INTERSPACES • PRZESTRZENIE MIĘDZYPRZESTRZENI • (Hommage à Otto Freundlich)

Performance »Raum für Gedanken | Gedanken Brücken beiderseits der Oder« im Rahmen der Ausstellung »Spaces of Interspaces«.

Ort: Ustka (Stolpmünde)
10. Juli 2019

Im Rahmen des Kunstprojektes »Raum für Gedanken | Gedanken Brücken beiderseits der Oder« gastierte im Jahr 2018 ein mobiler Kommunikationsraum beidseitig der Oder in Frankfurt und Słubice. Die dort entstehenden Interviews wurden mitgezeichnet (deutsch/polnisch), außerdem entstanden fotografische Porträts der Orte und der dort lebenden Menschen. Die gesammelten Textmaterialien wurden im Anschluss aufbereitet und u. a.  im Rahmen der Ausstellung »Spaces of Interspaces« in the Centre of Creative Aktivites präsentiert. 

Fotos: Krzysztof Tomasik

Festival NITKA | Performative Kunst aus Polen und Deutschland | Herbst 2021

Festival Nitka

Das Festival NITKA bildet eine Plattform, die Arbeiten von deutsch-polnischen Projekten zeigt und eine Begegnung mit der polnischen Kunst ermöglicht. Vor dem Hintergrund einer Entwicklung von sich immer stärker international vernetzender Strukturen in der Produktion und Präsentation insbesondere in zeitgenössischem Tanz, Musik und Theater möchte Festival NITKA sich schrittweise in den kommenden Jahren zur Plattform für neue Vernetzungen zwischen Künstlern, Theatern, Produktionsorten, Kuratoren und Managern in der deutsch-polnischen Kulturlandschaft entwickeln. …mehr

Das Festival ist in einer neuen Auflage für Herbst 2021 geplant.

RAUM FÜR GEDANKEN | Gedankenbrücken beiderseits der Oder | Juli – November 2018

@ Ollroge

Interviews
» 1 Tag in Frankfurt/Oder, 18 Juli am Marktplatz
» 1 Tag in Słubice, 19 Juli am Plac Sybiraków
Ausstellung/Performance und szenische Lesung
» 1 Tag in Berlin, 3. November | Burgstrasse/Ecke James-Simon-Park/am Adolph-Diesterweg-Denkmal

Ein mobiler Kommunikationsraum lädt Bewohner*innen beidseitig der Oder zum Gedankenaustausch ein. Der »Raum für Gedanken« wird im Zeitraum von 2 Tagen in Frankfurt und Słubice im öffentlichen Raum aufgebaut. Die dort geführte Interviews werden mitgezeichnet (deutsch/polnisch). Außerdem entstehen fotografische Porträts der Orte und der dort lebenden Menschen. Die gesammelten Bild- und Textmaterialien werden im Anschluss aufbereitet und in Form einer Ausstellung/Performance mit der szenischen Lesung in Berlin präsentiert.

Der »Raum für Gedanken« wurde 2014 von der Fotokünstlerin Kathrin Ollroge ins Leben gerufen und reist seitdem durch (bisher) Ostdeutschland, um Gedanken zum Zusammenleben anhand von individuellen Lebensentwürfen und Alltagssituationen zu sammeln. Wie sind die Menschen durch ihr Lebensumfeld, ihre unmittelbare soziale, geografische, politische Umgebung, die Geschichte ihres Ortes geprägt? Welche Themen bewegen sie im Alltag? Welche Sorgen, Nöte, Ideen, Visionen und Wünsche haben die Menschen für ihre Region, wie engagieren sie sich im Umfeld? Wie wirkt sich das gesamtgesellschaftliche Klima auf Lebenszufriedenheit und persönliche Sichtweisen der Menschen in den unterschiedlichen Regionen beidseitig der Oder aus? Der »Raum für Gedanken« versteht sich als wertfreier Raum, in dem O-Töne durch künstlerische Aufbereitung »übersetzt« werden. Somit wird eine Brücke zwischen Zivilgesellschaft und Verantwortungsträgern, Kommunen und Lokalpolitik gebaut, die Anknüpfungspunkte für konstruktive Lösungswege enthalten können, um nachbarschaftliches Zusammenleben zu stärken. In diesem Jahr arbeitet Ollroge erstmals mit Anna Dejewska zusammen, um grenzüberschreitend die polnische Nachbarschaft und das Befinden der Bewohner an der Landesgrenze Polens zu erforschen.

Gefördert aus Mitteln der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und der Senatsverwaltung für Kultur und Europa in Berlin.
Projektpartner auf der polnischen Seite ist Poznańska Fundacja Artystyczna.